Die Aminosäure L-Lysin

Was genau ist L-Lysin, wofür ist die Aminosäure verantwortlich?

Im Körper wird die Aminosäure L-Lysin für viele biologische Funktionen benötigt, dazu zählen unter anderem die Synthese von Bindegewebe (z.B. Haut, Knochen, Kollagen und Elastin) und die Synthese von Carnitin, was wiederum für den Fettstoffwechsel wichtig ist (der Umwandlung von Fettsäuren in Energie). Außerdem ist die essentielle Aminosäure Lysin wichtig für das Immunsystem und gesunde Immunfunktionen, insbesondere für die antivirale Aktivität (z.B. zur Behandlung von Herpes Infektionen). Sie wurde zudem offiziell als essentielle Aminosäure eingestuft, also einer lebensnotwendigen Aminosäure die der Körper selbst nicht herstellen kann. Die Aminosäure muss daher, für eine einwandfreie Funktion des Körpers, täglich durch die Nahrung in hinreichender Menge eingenommen werden. In der heutigen Zeit ist L-Lysin (häufig in der Form von Lysin Hydrochlorid) aber auch ein wohlbekanntes Nahrungsergänzungsmittel. [1]

 

Die gesundheitlichen Vorteile

Grundsätzlich werden die Grundfunktionen des Körpers über Hormone angetrieben bzw. gesteuert. Die Hormone wiederum werden von ihrer chemischen Struktur in Aminosäurederivate, Peptidhormone, Steroidhormone, Fettsäurederivate und Retinsäure unterteilt.[2] Ferner bestehen diverse Hormone aus sehr vielen Aminosäureketten (z.B. Insulin, Melatonin und Wachstumshormone). Aminosäuren werden vom Körper also ständig abgebaut und wiederhergestellt, da sie für die laufende Produktion von Hormonen (aber auch Enzymen) benötigt werden. In diversen Forschungsarbeiten zeigte Lysin folgende Auswirkungen auf verschiedene Gesundheitszustände und gesundheitliche Vorteile: Lysin kann unter anderem

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Unterversorgung, Lysinmangel

Da Lysin eine essentielle Aminosäure ist muss sie dem Körper fortlaufend über die Nahrung zur Verfügung gestellt werden (ca. 12mg pro Kg/Körpergewicht täglich). Bei einer Unterversorgung hingegen kann es zu einem Lysinmangel kommen, welcher diverse gesundheitliche Beschwerden verursachen kann. Dazu zählen unter anderem:

  • Beeinträchtigte Proteinsynthese, Kollagenmangel
  • Abgeschwächte Immunabwehr. erhöhte Infektanfälligkeit
  • Appetitverlust, Gewichtsverlust
  • Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Müdigkeit, Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche
  • Stimmungsschwankungen
  • Anämie (Blutarmut)
  • Haarausfall
  • Übelkeit
  • Rote Augen[4] [5]

 

Erhöhtes Risiko für einen Mangel, ein Mangel als Folgeerscheinung

Insbesondere Vegetarier und Personen mit einer (besonders) eiweißreichen Ernährung (z.B. Sportler) können ein erhöhtes Risiko für einen Lysinmangel entwickeln.[6] Ein Lysinmangel kann aber auch als Folgeerscheinung von anderen gesundheitlichen Beschwerden oder Erkrankungen auftreten, wie beispielsweise Diabetes oder Krebs.[7]

Autor: A. Kopka, M.Sc.

Quellen:

[1] o.V. (2007): L-Lysine. Alternative Medicine Review Volume 12, Number 2. S. 169-172. Thorne Research Inc. Abgerufen auf: www.altmedrev.com

[2] O.V.: Hormone: Eigenschaften und Einteilung. Thieme via medici. Abgerufen auf: viamedici.thieme.de

[3] Kathryn Watson und Natalie Butler: 40 Sources of Lysine to Add to Your Plate. Healthline.com. Abgerufen auf: www.healthline.com

[4] Rae Uddin (2017): Signs & Symptoms of Lysine Deficiency. Livestrong.com. Abgerufen auf: www.livestrong.com

[5] Suzette Hermann: L-Lysin-Ratgeber: Funktion, Anwendung & Wirkung. Sparmedo. Abgerufen auf: www.sparmedo.de

[6] Patrick Chon (2016): The L-Lysine Benefits in Hair Loss and Hair Growth. Nutrafol. Abgerufen auf: www.nutrafol.com

[7] Rae Uddin (2017): Signs & Symptoms of Lysine Deficiency. Livestrong.com. Abgerufen auf: www.livestrong.com

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